Die Ausgangslage.
Zwei Dinge liefen parallel und passten nicht zusammen. Auf tourguide-partner.com stand eine englische Webflow-Seite mit gewachsener Sichtbarkeit: Akademie, Destinationen, Team, Erfahrungsberichte. Daneben existierte eine deutsche Recruiting-Landingpage, die wir zuvor gebaut hatten und die Bewerber direkt in den Funnel führte.
Der Sprachumschalter der alten Seite war ein Platzhalter — ein Klick auf „FR“ endete auf einer Fehlerseite. Wer auf Deutsch suchte, landete auf englischen Inhalten. Und jede Änderung musste an zwei Stellen gemacht werden.
Was wir gemacht haben.
Beide Welten in ein einziges, individuell programmiertes Projekt überführt — mit einer echten Zweisprachigkeit statt eines Umschalters, der ins Leere zeigt.
- Adressen 1:1 übernommen: Die Seite rankte bereits auf ihren englischen Adressen. Alle wurden unverändert übernommen — Umzug ohne Bruch in der Sichtbarkeit.
- Zwei Sprachen, eine Quelle: Deutsch und Englisch teilen sich Struktur und Komponenten, die Texte liegen getrennt in Sprachdateien. Jede Seite existiert unter beiden Sprachen, insgesamt 30 Adressen in der Sitemap. Suchmaschinen bekommen die Sprachbeziehungen sauber ausgewiesen.
- Landingpage wird Unterseite: Der deutsche Recruiting-Funnel ist kein Solitär mehr, sondern Teil der Site — mit Zugriff auf dieselbe Navigation, dieselben Erfahrungsberichte, denselben Bewerbungsweg.
- Akademie mit eigenem Kurs-Viewer: Kursstruktur und Titel kommen aus dem bestehenden Lernsystem, angezeigt werden sie in einer eigenen Ansicht auf der Seite — kein Sprung in ein fremdes Portal mit fremdem Login-Design.
- Rechtstexte je Sprache: Impressum, Datenschutz und AGB liegen deutsch, Terms und Privacy Policy englisch. Kein Rechtstext, den die Hälfte der Besucher nicht lesen kann.
- Einwilligung, die man zurücknehmen kann: Cookie-Einstellungen sind jederzeit über den Footer wieder aufrufbar — nicht nur einmal beim ersten Besuch.
Das Ergebnis.
99/100/100/100 im Lighthouse-Audit auf Desktop, gemessen am 6. August 2026 gegen die Live-URL der deutschen Startseite. Das größte Element steht nach 0,8 Sekunden, es gibt keine blockierende Skriptzeit und keine messbare Layout-Verschiebung — trotz großflächiger Bildwelt im Hero.
Betrieblich wichtiger: Es gibt nur noch ein Projekt. Eine neue Destination, ein neues Team-Mitglied, ein geänderter Ausbildungsbaustein — einmal gepflegt, in beiden Sprachen live.
Warum das übertragbar ist.
Zweisprachigkeit wird fast immer unterschätzt. Eine zweite Sprache ist kein Umschalter im Menü, sondern eine zweite vollständige Adressstruktur, die Suchmaschinen verstehen müssen — sonst konkurrieren die Sprachversionen gegeneinander statt sich zu ergänzen. Wer international sichtbar sein will, sollte das von Anfang an so bauen.
Wie wir Relaunches generell angehen, steht auf der Seite Website-Relaunch. Grundsätzliches zu Preisen: Was kostet eine Website 2026.