Die Ausgangslage.
Horizon Blocks baut Welten, Add-Ons und Events für den Minecraft-Marktplatz. Der Katalog wächst mit jedem Release, dazu kommen Team-Profile, Stellenanzeigen und Bewerbungen. Alles lief auf WordPress mit einem großen Page-Builder-Theme.
Das Problem an solchen Setups ist selten das Aussehen. Es ist, dass jede neue Projektseite von Hand zusammengeklickt wird — und dabei jedes Mal ein bisschen anders aussieht als die davor. Dazu kommen Plugin-Updates, Ladezeiten, die mit jedem Baustein schlechter werden, und die Frage, wer das Ganze eigentlich pflegt, wenn es niemand mehr sehen kann.
Was wir gemacht haben.
Neubau als individuell programmierte Seite, die statisch ausgeliefert wird — plus ein Redaktionssystem, das genau auf diesen Katalog zugeschnitten ist statt auf alles Mögliche.
- Struktur statt Bausteine: Eine Projektseite ist keine leere Leinwand mehr, sondern ein Formular. Titel, Kategorie, Bilder, Beschreibung, Beteiligte — ausgefüllt, gespeichert, fertig. Was leer bleibt, wird auf der Seite einfach nicht angezeigt.
- Bearbeiten, wo man es sieht: Das Team ändert Texte und Kacheln direkt auf der Seite, an der Stelle, an der sie stehen — ohne Umweg über ein getrenntes Backend, das anders aussieht als das Ergebnis.
- Veröffentlichen als bewusster Schritt: Änderungen gehen nicht sofort live. Ein Knopf stößt den Neubau der Seite an, ein bis zwei Minuten später ist der neue Stand im Netz. Nichts geht versehentlich raus.
- Zweisprachig von Grund auf: Deutsch und Englisch als gleichwertige Fassungen, nicht als nachträglich angeklebte Übersetzung.
- Jobs und Bewerbungen im System: Stellenanzeigen werden im Backend gepflegt, Bewerbungen laufen dort auf. Kein separates Tool, kein Postfach als Datenbank.
- Zugriff geregelt: Wer Inhalte ändern darf, steht in einer Freigabeliste. Nicht jeder mit einem Login kann alles.
- Fehler melden aus dem Backend: Stößt jemand im Team auf ein Problem, meldet er es aus dem Backend heraus — mit Screenshot, direkt ins Ticketsystem. Keine Beschreibungen per Zuruf.
Der Stand.
Die Seite ist gebaut und durchläuft die Abnahme: 86 öffentliche Seiten, davon 33 Projektseiten, jeweils in zwei Sprachen. Der Launch der neuen Seite steht noch aus — deshalb verlinken wir hier bewusst noch nicht auf die Live-Adresse, und deshalb steht an dieser Stelle auch noch kein Lighthouse-Wert. Der kommt, wenn gegen die echte Adresse gemessen werden kann.
Warum das übertragbar ist.
Der eigentliche Gewinn an diesem Projekt ist nicht die Ladezeit. Es ist, dass eine neue Projektseite jetzt fünf Minuten dauert statt eines halben Nachmittags — und dass sie danach genauso aussieht wie die 32 davor. Immer wenn ein Katalog schneller wächst, als eine Redaktion ihn pflegen kann, ist das die eigentliche Aufgabe: nicht das Design, sondern der Weg vom Inhalt zur fertigen Seite.
Hintergrund dazu: WordPress-Sicherheit 2026 — warum Unternehmen Plugin-Stacks ablösen. Und so läuft ein Relaunch bei uns ab.